Dos and Don’ts im Content Marketing

Content Marketing ist in aller Munde – und das nicht ohne Grund. Denn mit dem richtigen Content können Unternehmen mit einfachen Mitteln nicht nur ihr Google-Ranking verbessern, sondern auch die Markenbekanntheit im Netz steigern und neue Kunden gewinnen. Die Online Marketing-Agentur Löwenstark hat die ihrer Meinung nach wichtigsten Dos and Don'ts im Content Marketing zusammengestellt. [...]

Häufiges Szenario: Ein Online-Shop wird gelauncht. Die Technologie der Website ist hochmodern, die Optik stimmt und auch die Produkte sind erfolgversprechend. Dennoch bleiben die Besucher aus und auch im Google-Ranking läuft es schlechter als erwartet. Abhilfe kann eines der aktuell am stärksten diskutierten Themen im strategischen Online Marketing schaffen: Content Marketing. Die gekonnte Erstellung und Verbreitung von hochwertigen Inhalten im Internet bietet viel Potenzial: Content Marketing ist kosteneffizient, steigert die Markenbekanntheit und kann das Ranking in den SERP’s (Search Engine Result Pages) verbessern. Richtig eingesetzt, kann es sogar absatzfördernd wirken. Der Haken: Es gibt keine allgemein gültigen Regeln, wie erfolgreiches Content Marketing aussehen muss. Einige grundlegende Punkte sollten dennoch alle Content Manager beherzigen. Diese haben die Experten der Online Marketing-Agentur Löwenstark in Form von jeweils fünf Dos and Don’ts im Content Marketing zusammengestellt:

DIE DOS
1. Beraten statt verkaufen:
Das Internet ist ein Ort, an dem sich Unternehmen öffentlich präsentieren, ihr Image aufbauen und pflegen. Es ist wichtig, sich im Netz und in der eigenen Branche die Reputation als Experte und Meinungsführer aufzubauen. „Denken Sie beim Content nicht wie ein Verkäufer, sondern wie ein Berater“, rät Stephanie Höfer, die Online Marketing-Expertin bei Löwenstark. „Stellen Sie auf Ihre Unternehmenswebsite oder Ihr Social Media-Profil Ratgebertexte oder Anleitungs- und Erklärungsvideos, die den Besuchern Mehrwert bieten. Ein User, der das Gefühl bekommt, bei einem Experten gelandet zu sein und gut bedient zu werden, wird eher zum Kunden konvertieren als ein Internetnutzer, der nur mit Werbefloskeln konfrontiert wird.“
 
2. Durch Storytelling Marken und Produkte zum Leben erwecken: „Wer über sein Unternehmen und seine Produkte faszinierend erzählen kann, hat verstanden, worum es beim Content Marketing geht“, erklärt die Expertin Höfer. „Erzählen Sie aber wahre Geschichten, keine Märchen.“ Originelle, interessante Inhalte bilden und unterhalten zugleich – zudem verankern sie sich besser in der Erinnerung der User.

3. Vielfältigen Content gratis bieten: Unternehmen, die abwechslungsreichen Content kostenlos publizieren und verbreiten, stechen aus der Masse hervor und erhöhen dadurch ihre Chance, von den Usern wahrgenommen zu werden. Ob Texte, Infografiken, Bilder, E-Books oder Streams – es gibt viele Wege, Inhalte passend und ansprechend aufzubereiten und zu präsentieren. „Insbesondere visuell erfasster Content steigert die Aufmerksamkeit der User, was sich wiederum in der Verweildauer widerspiegelt“, betont die Löwenstark-Expertin.

4. Inhalte gezielt über verschiedene Kanäle verbreiten: Es geht nicht nur darum was, sondern auch wie und wo man Inhalte verbreitet. Es gibt im Internet zahlreiche Plattformen, auf denen sich Unternehmen präsentieren können – von der offiziellen Unternehmenswebsite über ein Corporate Blog bis hin zu sozialen Netzwerken wie Google+, Facebook, Xing, YouTube oder Pinterest. „Verlieren Sie dabei aber nie ihre Zielgruppe aus den Augen“, warnt Höfer. „Wählen Sie durchdacht die richtigen Kanäle, um Ihren Content zu streuen. Setzen Sie auf Klasse und nicht auf Masse.“
 
5. Zielgruppe im Fokus haben: „Nur wer seine Zielgruppe – und ihren Aufenthaltsort im Internet – kennt, wird Erfolg mit Content Marketing haben“, erklärt die Löwenstark-Expertin Höfer. „Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe, schreiben Sie über Themen, die Ihre Kunden faszinieren, versetzen Sie sich in sie hinein.“ Durch exklusive Inhalte oder Gewinnspiele, spannende Diskussionen und Kundenevents können Target Groups in die Markenkommunikation eingebunden und zusätzlich zur Interaktion mobilisiert werden.

DIE DON’TS
1. Content Marketing als reines SEO-Tool wahrnehmen:
Es steht außer Frage, dass Content Marketing SEO befruchten kann, denn mehr guter Content bedeutet mehr User und mehr Verlinkungen. Das primäre Ziel des Content Marketings ist aber die Steigerung der Markenbekanntheit im Netz. „Wenn Sie Content-Marketing auf die SEO begrenzen, verschenken Sie Potenzial zur Kundenbindung“, pointiert die Online Marketing-Expertin Höfer.

2. Quantität vor Qualität stellen: Beim Content Marketing geht es um originelle und hochwertige Inhalte, die das Zielpublikum begeistern. Eine gewisse Regelmäßigkeit, mit der die Inhalte publiziert werden, ist wichtig, um die User langfristig an die Seite zu binden. Regelmäßige Aktualisierungen des Contents haben zudem einen positiven Einfluss auf SEO und das Google-Ranking. „Wer aber beim Content Marketing auf Quantität statt Qualität setzt, läuft Gefahr, schnell seine User zu vergraulen“, erklärt Höfer.

3. Content duplizieren: Ein perfektes Eigentor – Wer eigene oder – noch schlimmer – fremde Inhalte kopiert, wird früher oder später von den Usern und Google abgestraft. „Achten Sie darauf, dass ihre Facebook-Angebote nicht Ihre offizielle Unternehmenswebseite kannibalisieren. Bereiten Sie die Themen unterschiedlich auf und betrachten Sie es aus verschiedenen Winkeln“, rät Höfer.

4. Keywords Stuffing betreiben: Keyword Stuffing ist eine immer noch häufig eingesetzte SEO-Technik, bei der Suchbegriffe in den Meta-Daten, in Website- oder Link-Texten häufig wiederholt werden. „Keyword Stuffing ist im Content-Marketing ein sicherer Weg, die User zu verprellen. Denn lediglich auf Keywords optimierte Texte bieten selten den Mehrwert, der Website-Besucher fesselt und begeistert“, sagt Höfer.

5. Ziel vom Content Marketing aus den Augen verlieren: Viele Unternehmen setzen Content Marketing-Maßnahmen um, ohne sich vorher gefragt zu haben, welche Ziele damit erreicht werden sollen: Geht es um langfristige Bindung bestehender Kunden oder um Bildung neuer Märkte? Erst wenn diese grundlegenden Fragen geklärt wurden, kann mit der Umsetzung einer geeigneten Content-Strategie begonnen werden. (pi)


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