Raspberry Pi: Die 8 häufigsten Probleme einfach lösen

Wer achtsam mit dem kleinen Platinenrechner umgeht, wird lange seine Freude am Raspberry Pi haben. Aber wie jede Hardware hat auch dieser seine typischen Fehlfunktionen. Wir haben Probleme, Ursachen und Lösungen zusammengestellt. [...]

6. KEIN SOUND ÜBER HDMI
Das am HDMI-Anschluss hängende Gerät spielt keinen Ton ab? Wenn die Verkabelung keine Auffälligkeiten aufweist, kann wieder ein Griff in die Konfiguration Abhilfe schaffen. Tragen Sie dort die Zeile

hdmi_drive=2

ein. Bringt auch das nach einem Neustart keinen Erfolg, editieren Sie die Datei erneut und tragen zusätzlich

hdmi_force_hotplug=1

ein. Diese Anweisung kann auch helfen, wenn sich beim Verbinden des Raspberry mit einem HDMI-Monitor nichts tut, beide Geräte aber sonst korrekt funktionieren.

7. HDMI-BILDAUFLÖSUNG DES RASPBERRY PI STIMMT NICHT
Das Zusammenspiel von Fernsehgeräten und dem kleinen Ein-Platinen-PC wird häufig durch falsche Auflösungen getrübt. Wenn Sie ein HDMI-Gerät erstmals an das System anschließen, schalten Sie es am besten als Erstes ein und starten erst danach den Raspberry-PC. Haben Sie die Optionen aus dem Abschnitt „Kein Sound bei der HDMI-Übertragung“ in der Konfigurationsdatei eingetragen (also die Kommentarzeichen davor entfernt) und kommt es zu einer sichtlich falschen Auflösung, kann es sinnvoll sein, in der „config.txt“ den HDMI-Modus zu verändern.

Eine Liste der Auflösungen und deren Übersetzung in einen HDMI-Modus hilft weiter. Probieren Sie es mit einer der dortigen Einstellungen.

8. WENN DEM BILD DIE FARBE FEHLT
Wann immer möglich, sollten Sie beim Anschluss eines externen Displays der aktuellen HDMI-Technik den Vorzug geben. Wenn allerdings über den Composite-Ausgang des Raspberry Pi eine Darstellung ohne Farben erfolgt, kommt der Bildschirm offensichtlich nicht mit dem NTSC-Format klar (Standard des National Television Systems Committee). Dann wirkt die Einstellung

sdtv_mode=2

Wunder. Diese setzt das Ausgangssignal auf das ältere PAL-Format.

STÖRUNGSFREIER RASPBERRY PI – SO GEHT’S
Wenn Sie nach der Lektüre dieses Artikels den Eindruck gewonnen haben, dass die meisten Probleme beim Raspberry Pi durch die Stromversorgung und im Zusammenspiel mit HDMI-Komponenten hervorgerufen werden, liegen Sie richtig. 95 Prozent aller Störungen sind durch folgende Maßnahmen zu beheben:

  • Die Investition in ein gutes Netzteil lohnt sich: Anwender berichten allzu häufig, wie sich nach dem Wechsel auf eine andere Stromquelle unerklärliche Probleme und Phänomene in Luft auflösen.
  • Das Raspberry-Netzteil sollte das Gerät möglichst alleine versorgen. Ein USB-Stick ist noch vertretbar, aber externe Stromnehmer wie USB-Festplatten ohne eigenes Netzteil sollten Strom über einen USB-Hub erhalten.
  • Ein qualitativ hochwertiges und möglichst kurzes HDMI-Kabel ist Voraussetzung für gute Bildqualität (sofern der Raspberry Monitor oder TV-Gerät beliefern muss).
  • Im Dauerbetrieb drohen jedem Platinenrechner Schäden, wenn er ohne Gehäuse betrieben wird: Der Staub setzt sich auf den Leiterbahnen fest, und das unabsichtliche Überbrücken von Kontakten kann zu einem irreparablen Kurzschluss führen. Die Investition in ein Gehäuse (unter zehn Euro im Handel) lohnt sich auf alle Fälle.


*Stephan Lamprecht ist freier Fachautor.


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