Im Test: Huawei Nova 9

Das Nova 9 ist das Lebenszeichen der Smartphone-Abteilung von Huawei in Europa. Nachdem seit dem Mate 40 letzten Herbst kein neues Smartphone in Europa erschienen ist, versucht es Huawei jetzt im Midrange-Segment noch einmal. PCtipp testet. [...]

(c) Huawei

Neben der bis heute oftmals unterschätzten Haptik ist auch die Optik eines Smartphones durchaus wichtig für einige User. Da gibts gleich Punkte, denn das Huawei Nova 9 ist eines der hübschesten Geräte, das ich je gesehen habe. Das liegt vor allem an der Oberfläche, die in Natura noch besser aussieht als auf Bildern.

Das Telefon gibts in den Farben Starry Blue oder Black. Erstere befand sich bei uns im Test und hat eine blau-silberne Oberfläche, die bei Sonneneinstrahlung in verschiedenen Farben schimmert. Das Design der Rückseite wird in der oberen linken Ecke durch ein großes Kameramodul unterbrochen, das die 50-Megapixel-Kamera des Telefons beherbergt. Die Rückseite ist auch immun gegen Fingerabdrücke, was definitiv ein Pluspunkt ist. Zudem legt Huawei eine transparente Hülle bei.

Das Telefon ist recht groß und schmal, misst 16,7 × 7,37 × 0,77 Zentimeter. Trotzdem wiegt es nur 175 Gramm. An der Unterseite gibt es einen USB-Typ-C-Anschluss, aber natürlich ohne Klinkenport, der einer aussterbenden Gattung angehört. Das Nova 9 verfügt über ein 6,57 Zoll großes gebogenes OLED-Display mit einer Auflösung von 2340 × 1080 Pixeln und einer Lochkamera. Dort kommen wir zum nächsten Pluspunkt, denn das Display ist scharf und detailliert, was im Test vor allem beim YouTube-Genuss aufgefallen ist.

Die Farben sind lebendig sowie kräftig und die Schwarztöne sind dank der OLED-Technologie tief. Ebenfalls unterstützt das Display eine 120-Hz-Bildwiederholrate – eine Funktion, die das Scrollen und Spielen spürbar flüssiger macht. Um den Akku zu schonen, kann auch mit 60 Hertz gearbeitet werden. Dies geht entweder automatisch oder manuell – in der ersteren Version wechselt das Gerät selbstständig. Last but not least haben wir beim Nova 9 eine 300-Hertz-Touch-Sampling-Rate, was das Gerät schnell reagieren lässt.

Kamera

Das Kamera-Array besteht aus einem 50-Megapixel-Hauptsensor, einem 8-Megapixel-Ultraweitwinkelsensor, einem 2-Megapixel-Tiefensensor für Porträts sowie einem 2-Megapixel-Makrosensor.

Vor allem der Hauptsensor liefert starke Ergebnisse mit leuchtenden Farben, vielen Details und einer ordentlichen Tiefenschärfe. Die Selfie-Kamera kann 720p-Videos mit 240 Bildern pro Sekunde aufnehmen, während die hintere Kamera 720p-Videos mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde aufzeichnen kann. Auch in 4K kann gefilmt werden, wobei die hintere Kamera auch eine Zeitlupen- und Zeitrafferfunktion hat. Die anderen Sensoren sind eher etwas Beiwerk.

Firmware

Nach wie vor laufen Huawei-Phones auf EMUI 12, das auf Android basiert. Auch dieses Mal ohne Google-Apps. Auch einige andere prominente Apps bekommt man auf normalem Wege nur schwer auf das Phone. Huawei füllt die Lücke mit seinen eigenen Petal-Apps, darunter Petal Search, Huawei Health und Huawei Wallet. Allerdings hat Huawei noch keinen Payment-Partner gefunden – schade für die Bezahllösung Huawei Pay.

Das Gerät wird von einem Snapdragon 778G angetrieben, einem 4G-Chipsatz von Qualcomm. 5G darf Qualcomm nicht an die Chinesen liefern. Zudem sind 8 GB RAM und 256 GB Speicherplatz vorhanden. Das Handy liefert eine ganz ordentliche Performance.

Huawei verbaut zudem einen 4300-mAh-Akku und auch hier wird Huaweis superschnelle 66-Watt-Ladetechnik unterstützt. Trotz intensivem Filmeschauen hielt der Akku einen Arbeitstag locker durch – 40 Prozent waren es abends immer noch.

Fazit

Klar ist das Huawei Nova 9 ein ordentliches Phone für den Preis. Die Kamera ist in Ordnung, teilweise sogar stark. Das Display gefällt und Haptik sowie Optik des Geräts ebenfalls. Die fehlende Wasserfestigkeit, 5G und die leidige Google-Geschichte trüben das Ganze allerdings erheblich.


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