Drei Fragen zu Big Data an Österreichs IT-Branche

Wir haben in einer Umfrage den Geschäftsführern von mehr als 20 IT-Unternehmen drei Fragen zum Thema Big Data gestellt. Hier finden Sie ihre Antworten. [...]

Alexander Kremer, Sales Director Enterprise Techdata

Wie sehen Sie aktuell die Nachfrage bei Big-Data-Lösungen in heimischen Unternehmen?
Big Data ist ein großes Thema und auch daher in aller Munde derzeit. Die Nachfrage und vor allem das Interesse an diesem Thema ist aktuell stark steigend, da immer mehr Unternehmen ihre Daten einerseits nicht nur sichern uns aufbewahren müssen, sondern vor allem sinnvoll verwenden und effizient zu ihrem Vorteil  einsetzen wollen. So bietet auch Tech Data/Azlan aus seinem umfassenden Produktportfolio spezielle Big Data Lösungen so wie z.B. das IBM Pure Data Center System das einerseits auf einer IBM HW Plattform mit einer entsprechenden IBM SW Lösung basiert. Diese quasi out oft he box Appliance kann in den verschiedensten Kundenanwendungen und Umfeldern eingesetzt werden.  Tech Data/ Azlan schult hierzu auch bereist sehr intensiv interessierte Business-Partner.

Alexander Kremer im InterviewFür welche Geschäftsprozesse/Business Cases eignet sich Big Data besonders?
Die Einsatzgebiete sind sehr unterschiedlich. Das geht von Zutrittskontrollsystemen über Flug- oder Verkehrsüberwachung, Leitstellentechnik bis zur umfassenden BI-Anwendung – also überall wo in sehr kurzer Zeit umfangreiche Daten geprüft, ausgewertet und z.b. als dashboard oder management summary dargestellt werden müssen.

Nennen Sie bitte die drei für Sie wichtigsten Gründe für den Einsatz von Big Data Lösungen.
Da gibt es sicherlich mehrere Gründe für den Einsatz einer Big Data Lösung – wesentlich aus unserer Sicht könnten beispielsweise Konsolidierbarkeit der Daten in einem Datenpool  bzw. aller Daten in ein einheitliches System, daraus dann Verwaltbarkeit und Sicherung der Daten sowie eine übersichtliche Darstellbarkeit und Auswertbarkeit der Daten bei gleichzeitiger „chaotischer Lagerung“ der Daten ohne Performanceverlust.

Markus Berger, Managing Consultant für Big Data und BI bei T-Systems Austria

Wie sehen Sie aktuell die Nachfrage bei Big-Data-Lösungen in heimischen Unternehmen?
Das generelle Interesse an Big Data unserer Kunden ist sehr hoch. Hinsichtlich der konkreten Nachfrage stellt sich die Situation schon überschaubarer dar. Das liegt daran, dass die Anwendungsfälle und das was hinter Big Data eigentlich steht vielen Kunden noch nicht 100% klar ist. Man sagt ja auch „Big Data gibt ja Antworten auf Fragen die noch nicht gestellt wurden!“. Da erklärt die Situation am Besten.

Markus Berger T-Systems im InterviewFür welche Geschäftsprozesse/Business Cases eignet sich Big Data besonders?
Big Data finden sich in vielen Unternehmensbereichen und Prozessen. Überall wo es hohe Anforderungen und Analysegeschwindigkeit bzw. der Verarbeitung von Datenmengen inkl. unstrukturierten Daten gibt, finden sich potentielle Anwendungsfälle. Oft finden wir nutzbringende Business Cases im Marketing&Vertrieb, aber auch in der Logistik und Instandhaltung.

Nennen Sie bitte die drei für Sie wichtigsten Gründe für den Einsatz von Big Data Lösungen.
Big Data hat das Potential das Geschäftsleben nachhaltig zu verändern. Early Adopters werden Wettbewerbsvorteile lukrieren können.
Kosten sparen – Service bzw. Produktqualität verbessern – Risken hinsichtlich Security und Fraud reduzieren – „Mehr“ über seine Kunden erfahren
Cloud Computing, Machine2Machine Communication und Big Data bilden aus unserer Sicht ein „magisches Dreieck“ für die unmittelbare Zukunft von Unternehmen. Damit es zu keinem Bermuda-Dreieck wird heißt es rasch informieren und dann zielgerichtet investieren. Unwissenheit ist noch keine Schande, aber Umgang mit Big Data wird je nach Unternehmen bald zur Überlebensfrage.
 


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