Liechtenstein gibt Gas beim Thema Blockchain

Das Fürstentum Liechtenstein bereitet ein Blockchain-Gesetz vor. In dem Gesetz soll festlgelegt werden, welche Anforderungen für Blockchain-Transaktionen gelten sollen. [...]

Die Regierung in Liechtenstein schätzt das Potenzial der Blockchain-Technologie als sehr hoch ein. (c) pixabay
Die Regierung in Liechtenstein schätzt das Potenzial der Blockchain-Technologie als sehr hoch ein. (c) pixabay

Die Regierung des Fürstentum Liechtensteins will ein Blockchain-Gesetz verabschieden. Dafür wurde in der Sitzung am 28. August 2018 die sogenannte Vernehmlassung zum „Gesetz über auf vertrauenswürdigen Technologien beruhende Transaktionssysteme“ verabschiedet, teilte die Regierung mit.

Da die Blockchain-Technologie in Liechtenstein aktiv genutzt wird, will die Regierung nach eigenen Angaben mit dem Gesetz festlegen, welche Anforderungen für Blockchain-Transaktionen gelten Gesetz festlegen, welche Anforderungen für Blockchain-Transaktionen gelten. So sollen der Konsumentenschutz verbessert und mögliche Reputationsrisiken für das Fürstentum reduziert werden. „Als Staat müssen wir ständig an unseren Rahmenbedingungen für Unternehmen arbeiten, um unseren Wohlstand und attraktive Arbeitsplätze für die nächste Generation zu sichern“, sagte Regierungschef Adrian Hasler laut der Mitteilung.

Die Regierung schätze das Potenzial der Blockchain-Technologie als „sehr hoch“ ein. Sie erwarte, dass in Zukunft eine Vielzahl von Rechten und damit auch hohe Vermögenswerte auf Blockchain-Systemen abgebildet werden. Damit steigt die Bedeutung der Rechtssicherheit im Umgang mit den digitalen Abbildungen von Vermögenswerten. „Das Blockchain-Gesetz soll genau diese Rechtssicherheit schaffen“, sagte Hasler.

Blockchain-Projekt bei Liechtenstein Life

Während das Blockchain-Gesetz im Fürstentum auf dem Weg ist, testen Unternehmen wie die Liechtenstein Life die Technologie schon im geschäftlichen Kontext. Die Versicherung hat zusammen mit den IT-Firmen Microsoft und novaCapta Schweiz ein Blockchain-Projekt gestartet. Zielsetzung sei es, den Einsatz der Blockchain bei der Leistungsabrechnung zu prüfen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Der IT-Dienstleister hat gemeinsam mit Informatikern der Versicherung Applikationen auf Basis von Microsoft PowerApps entwickelt und diese mit Blockchain Workbench Services aus Azure kombiniert. Die Lösungen seien kostengünstig und skalierbar. „Durch die gezielte Nutzung von Services zur automatisierten Erstellen von Dokumenten, reichern wir die Lösung mit Zusatzfunktionen an“, sagt Heinz Süess, CEO von novaCapta. „Wir gehen davon aus, dass dieses Projekt der erste Schritt für eine langfristige Kooperation und Ausbau von Blockchain-Anwendungen bei der Liechtenstein Life sein wird.“

Geht es nach den Aussagen der Verantwortlichen bei der Versicherung, könnten sich die Erwartung des IT-Dienstleisters erfüllen: „Wir denken, dass die Blockchain-Technologie langfristig nicht aus dem Geschäftsleben wegzudenken ist. Sie wird große Veränderungen für alle Branchen, aber vor allem bei Versicherungen, mit sich bringen.“

*Der Autor Mark Schröder ist Redakteur von COM! professional.


Mehr Artikel

News

Fünf Mythen über Managed Services 

Managed Services sind ein Erfolgsmodell. Trotzdem existieren nach wie vor einige Vorbehalte gegenüber externen IT-Services. Der IT-Dienstleister CGI beschreibt die fünf hartnäckigsten Mythen und erklärt, warum diese längst überholt sind. […]

News

ESET: MDR-Lösungen für Managed Service Provider

ESET erweitert sein Angebot für seine Managed Service Provider (MSP) und Channel-Partner, um sie angesichts der zunehmend komplexen Bedrohungslandschaft gezielt zu unterstützen. Die neuesten Ergänzungen umfassen den Service „ESET MDR für MSPs“, eine erweiterte KI-gestützte Bedrohungsanalyse durch den ESET AI Advisor sowie flexible Preismodelle für MSP. […]

News

Geniale Handy-Tricks

Smartphones haben etliche Funktionen, die kaum jemand nutzt, aber Ihren digitalen Alltag bereichern können. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der besten Geheimtipps vor – sowohl für Android-Smartphones als auch für Apples iPhones. […]

Die Kombination aus interner Mobilität und Ressourcenbeschränkungen führt schnell zu einem Wildwuchs bei den vergebenen Privilegien. (c) Unsplash
Kommentar

6 Wege, wie Privilege Management die Sicherheitslage verbessert

Identitäten, Konten, Computer, Gruppen und andere Objekte benötigen gleichermaßen Zugang zu Ressourcen – limitiert auf die jeweilige Rolle und nur solange der Zugriff tatsächlich gebraucht wird. Dies ist ein grundlegender Bestandteil eines Zero Trust Least Privilege-Modelles und als solcher von AD-Administratoren, IT-Leitern, dem höheren Management und CISOs anerkannt. […]

David Blum, Defense & Security Lead bei Accenture, im Gespräch mit der ITWELT.at. (c) timeline / Rudi Handl
Interview

„Ein resilientes Unternehmen zeichnet sich durch größtmögliche Transparenz aus“

Transparenz, soweit im Sicherheitskontext möglich, ist für David Blum, Defense & Security Lead bei Accenture, ein wichtiger Bestandteil von Unternehmensresilienz. Das fördere die aus dem Verständnis folgende Unterstützung der Mitarbeitenden. Die unternehmerische Resilienz müsse nicht nur technisch, sondern auch kulturell verankert werden: „Denn Resilienz beginnt im Kopf jedes Einzelnen“, sagt Blum im Gespräch mit der ITWELT.at. […]

News

Klassifizierung von KI-Systemen gemäß EU AI Act

Unternehmen, die KI nutzen, sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen, um teure Bußgelder zu vermeiden. Der EU AI Act stellt den ersten umfassenden Rechtsrahmen zur Regulierung von KI dar und zielt darauf ab, die Grundrechte der Bürger innerhalb der Europäischen Union zu schützen. Da der EU AI Act KI-Systeme nach Risikostufen klassifiziert und damit spezifische rechtliche Verpflichtungen beinhaltet, ist es für Unternehmen unerlässlich, ihre Systeme korrekt zu kategorisieren. […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*