Lockdown 2021: Umsatzeinbruch von 24 Prozent für Dienstleister

In den ersten drei Monaten 2021 setzten Dienstleistungsunternehmen laut Statistik Austria nominell um 24,0 Prozent weniger um als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und verbuchten damit den höchsten Umsatzrückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2003. [...]

Die IKT-Branche hat mit einem Minus von 0,4 Prozent den geringsten Schaden genommen. (c) Unsplash
Die IKT-Branche hat mit einem Minus von 0,4 Prozent den geringsten Schaden genommen. (c) Unsplash

„Die coronabedingten Betriebsschließungen im 1. Quartal 2021 haben die österreichischen Dienstleister hart getroffen. Den mit Abstand größten Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahresquartal musste der Bereich Beherbergung und Gastronomie mit einem Minus von 78,9 Prozent verbuchen. Dies hat auch kräftige Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung Österreichs insgesamt, denn hierzulande wiegt der Anteil der Beherbergung und Gastronomie an der Wertschöpfung mehr als dreimal so viel als beispielsweise in Deutschland“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Am geringsten gingen die Erlöse in der Information und Kommunikation (-0,4 Prozent) sowie bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (-1,7 Prozent) zurück.

Der österreichische Handel erwirtschaftete im 1. Quartal 2021 ein nominelles Umsatzplus von 3,5 Prozent, dies ergab ein um 1,0 Prozent steigendes Absatzvolumen zum Vorjahresquartal.

Stark gestiegene Umsätze im Vergleich zum 1. Quartal 2020 verzeichnete der Kfz-Handel – analog zu den gestiegenen Zulassungszahlen – mit +17,6 Prozent nominell und +15,7 Prozent real (preisbereinigt), ebenfalls positiv bilanzierte auch der Einzelhandel mit +2,2 Prozent nominell und +2,0 Prozent real. Der dienstleistungsnahe Großhandel mit einem Plus im Umsatzvolumen von 1,1 Prozent, musste hingegen eine Abnahme im Absatzvolumen von 3,0 Prozent hinnehmen.

Die Beschäftigungsverhältnisse (kein Rückschluss auf Vollzeitäquivalente möglich) entwickelten sich im 1. Quartal 2021 ebenfalls negativ. Bei den Dienstleistungsunternehmen war die Beschäftigung um 7,6 Prozent niedriger als im 1. Quartal 2020. Der Handel verzeichnete mit -1,1 Prozent einen geringeren Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Dienstleistungen 1. Quartal 2021, unbereinigt

Ausgewählte Branchen mit Umsatzveränderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent (nominell):

  • Beherbergung und Gastronomie: -78,9
  • Dienstleistungen: -24,0
  • Verkehr und Lagerei: -16,8
  • Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen: -16,3
  • Freiberufliche, wissenschaftl. und techn. Dienstleistungen: -1,7
  • Information und Kommunikation: -0,4

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