Radware: Was „Heartbleed“ für Unternehmen bedeutet

Was können Unternehmen aus dem "Heartbleed"-Vorfall lernen? Das Unternehmen Radware gibt darauf drei Antworten: Nach dem Upgrade auf eine sichere OpenSSL-Version sollten Unternehmen Kontrolle über die von ihnen eingesetzten Sicherheitslösungen gewinnen und ihre Sicherheitsarchitektur überprüfen, rät das Unternehmen Radware. [...]

Die OpenSSL-Sicherheitslücke mit dem griffigen Namen „Heartbleed“ hat es in die globalen Medien geschafft und Systemadministratoren auf der ganzen Welt verunsichert. Nach dem Upgrade auf eine sichere OpenSSL-Version sollten Unternehmen Kontrolle über die von ihnen eingesetzten Sicherheitslösungen gewinnen und ihre Sicherheitsarchitektur überprüfen, rät das Unternehmen Radware.

Die allgemeine Verunsicherung kommt nicht von ungefähr: Das SSL-Protokoll zählt zu den meistverbreiteten Sicherheitsprotokollen im Internet. Unzählige Webseiten und Onlinehändler nutzen die quelloffene Software OpenSSL, um verschlüsselte Verbindungen zu ermöglichen – etwa für den sicheren E-Mail-Abruf, Onlinebanking und Onlineshopping. „Etwa die Hälfte aller Unternehmen“, erklärt Werner Thalmeier, Radwares „Botschafter“ für IT-Sicherheit in Europa, „nutzen Systeme, die durch Heartbleed verwundbar sind. Entweder extern als Sicherheitslösung für ihr HTTPS-Protokoll oder in ihren eigenen Intranet-Applikationen.“

Erster und wichtigster Rat von Radware: Sofern nicht bereits längst geschehen sollten grundsätzlich alle OpenSSL-Nutzer zunächst ein Upgrade auf Version 1.0.1g durchführen, um die Schwachstelle zu schließen. Das Upgrade stellt die Entwicklergemeinde auf www.openssl.org zur Verfügung. Es gitb auch kommerzielle Lösungen für (erweiterten) Schutz, Radware führt hier naturgemäß die hauseigenen Tools DefenseSSL und DefensePro für den Schutz von HTTPS-Applikationen an. Sie sind als Module der Sicherheitslösung AMS (Attack Mitigation System) erhältlich.

Laut Radware lässt sich aus „Heartbleed“ auch die Lehre ziehen, dass sich Unternehmen nicht blind auf Sicherheitsaudits und -Überprüfungen Dritter verlassen dürfen. Jedes Unternehmen muss sicherstellen, dass es die Risiken eingesetzter Sicherheitslösungen versteht, eine zuverlässige Sicherheitsarchitektur aufbaut und Penetrationstests durchführt oder durchführen lässt, um deren Wirksamkeit zu überprüfen.

In direkter Konsequenz von Heartbleed sollten Unternehmen zudem ihre Sicherheitsarchitektur einer genauen Prüfung unterziehen. „Web Application Firewalls, Lösungen für Intrusion Prevention und Data Loss Protection“, erklärt Thalmeier, „bieten für sich alleine genommen keinen perfekten Schutz. Im Rahmen eines mehrschichtigen Ansatzes, auf dem auch unser Attack Mitigation System basiert, gewähren sie gemeinsam jedoch die bestmögliche Sicherheit für sensible Daten.“ (pi)


Mehr Artikel

News

Fünf Mythen über Managed Services 

Managed Services sind ein Erfolgsmodell. Trotzdem existieren nach wie vor einige Vorbehalte gegenüber externen IT-Services. Der IT-Dienstleister CGI beschreibt die fünf hartnäckigsten Mythen und erklärt, warum diese längst überholt sind. […]

News

ESET: MDR-Lösungen für Managed Service Provider

ESET erweitert sein Angebot für seine Managed Service Provider (MSP) und Channel-Partner, um sie angesichts der zunehmend komplexen Bedrohungslandschaft gezielt zu unterstützen. Die neuesten Ergänzungen umfassen den Service „ESET MDR für MSPs“, eine erweiterte KI-gestützte Bedrohungsanalyse durch den ESET AI Advisor sowie flexible Preismodelle für MSP. […]

News

Geniale Handy-Tricks

Smartphones haben etliche Funktionen, die kaum jemand nutzt, aber Ihren digitalen Alltag bereichern können. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der besten Geheimtipps vor – sowohl für Android-Smartphones als auch für Apples iPhones. […]

Die Kombination aus interner Mobilität und Ressourcenbeschränkungen führt schnell zu einem Wildwuchs bei den vergebenen Privilegien. (c) Unsplash
Kommentar

6 Wege, wie Privilege Management die Sicherheitslage verbessert

Identitäten, Konten, Computer, Gruppen und andere Objekte benötigen gleichermaßen Zugang zu Ressourcen – limitiert auf die jeweilige Rolle und nur solange der Zugriff tatsächlich gebraucht wird. Dies ist ein grundlegender Bestandteil eines Zero Trust Least Privilege-Modelles und als solcher von AD-Administratoren, IT-Leitern, dem höheren Management und CISOs anerkannt. […]

David Blum, Defense & Security Lead bei Accenture, im Gespräch mit der ITWELT.at. (c) timeline / Rudi Handl
Interview

„Ein resilientes Unternehmen zeichnet sich durch größtmögliche Transparenz aus“

Transparenz, soweit im Sicherheitskontext möglich, ist für David Blum, Defense & Security Lead bei Accenture, ein wichtiger Bestandteil von Unternehmensresilienz. Das fördere die aus dem Verständnis folgende Unterstützung der Mitarbeitenden. Die unternehmerische Resilienz müsse nicht nur technisch, sondern auch kulturell verankert werden: „Denn Resilienz beginnt im Kopf jedes Einzelnen“, sagt Blum im Gespräch mit der ITWELT.at. […]

News

Klassifizierung von KI-Systemen gemäß EU AI Act

Unternehmen, die KI nutzen, sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen, um teure Bußgelder zu vermeiden. Der EU AI Act stellt den ersten umfassenden Rechtsrahmen zur Regulierung von KI dar und zielt darauf ab, die Grundrechte der Bürger innerhalb der Europäischen Union zu schützen. Da der EU AI Act KI-Systeme nach Risikostufen klassifiziert und damit spezifische rechtliche Verpflichtungen beinhaltet, ist es für Unternehmen unerlässlich, ihre Systeme korrekt zu kategorisieren. […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*