Beförderung 2.0: KI zeigt Potenzial von Mitarbeitern

Angestellte könnten künftig nicht nach ihrer Leistung, sondern nach ihrem Zukunftspotenzial beurteilt werden. IBM nutzt hierzu Künstliche Intelligenz (KI) von Watson Analytics, um zu untersuchen, wie sich Erfahrungen und Projekte auf die potenziellen persönlichen Fähigkeiten sowie Qualitäten auswirken. [...]

IBM will sich auf persönliche Fähigkeiten fokussieren, die künftig wichtig sind. (c) pixabay

Das interne Trainingssystem wird dabei mit dem Ziel durchforstet, die Aneignung neuer Kompetenzen zu überprüfen.

Unternehmen ziehen nach

„Traditionelle Methoden sagen, dass die einzige Möglichkeit, eine Beförderung zu erhalten, darin besteht, eine starke Performance bei deiner derzeitigen Arbeit abzuliefern“, sagt Nickle LaMoreaux, Vice President Compensation und Benefits bei IBM. IBM lege zwar Wert auf Leistung, aber hinzu komme auch die potenzielle zukünftige Performance. Laut IBM ist Watson zu 96 Prozent akkurat. IBM vergleicht die Ergebnisse zudem mit Analysen von HR-Experten.

Die Resultate von Watsons Bewertung fließen schlussendlich bei der Entscheidung über Bonuszahlungen oder Beförderungen ein. „Die Halbwertszeit von Fähigkeiten wird kürzer und kürzer“, fügt LaMoreaux hinzu. Was gestern eine nützliche Fähigkeit war, könne heute schon obsolet sein. Eine Erhebung von 2.000 Unternehmen von dem Beratungsunternehmen Willis Towers Watson hat gezeigt, dass 40 Prozent der Teilnehmer planen, den Fokus auf künftiges Potenzial und den Besitz von Fähigkeiten zu verlagern.

IBM sucht passende Mitarbeiter

IBM nach gibt es zu wenige Personen mit den richtigen Skills, um die freien Jobs auszufüllen. Nicht alle Unternehmen nutzen eine derartige Analyse, um das Zukunftspotenzial ihrer Mitarbeiter festzustellen. The Intern Group, eine Firma mit 80 Angestellten, reiht die Mitarbeiter nach selbst gewählten 15 Skills (darunter Flexibilität und Kommunikationsfähigkeit), die in den nächsten 100 Jahren von hoher Bedeutung sein sollen.


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