Vertrauen in die Kinder bei der Online-Nutzung

Kaspersky-Studie: Forciert durch Corona haben sich zu Hause virtuelle Wohlfühlecken herausgebildet. Diese digitalen Oasen etablieren sich nun immer stärker als wichtiger Bestandteil des Familienlebens. [...]

Mehr als die Hälfte der Väter und Mütter vertrauen darauf, dass ihre Kinder selbstständig in der Lage sind, sich vor Online-Gefahren zu schützen. (c) Pixabay
Mehr als die Hälfte der Väter und Mütter vertrauen darauf, dass ihre Kinder selbstständig in der Lage sind, sich vor Online-Gefahren zu schützen. (c) Pixabay

Eine internationale Kaspersky-Studie, bei der u. a. fast 4.000 Eltern befragt wurden, zeigt: Insbesondere Eltern verbringen inzwischen mit am meisten Zeit im Netz. So sind Väter und Mütter durchschnittlich sieben Stunden und zwölf Minuten pro Tag online – fast eineinhalb Stunden mehr als der Durchschnitt aller Umfrageteilnehmer. Doch sind sie dadurch auch anfälliger für Cyberbetrug? Der neue Kaspersky-Report „Digitale Oasen entdeckt – wie sicher bewegen wir uns (gefühlt) im vernetzten zu Hause seit Corona?“ zeigt, dass die Mehrheit der Eltern (67 Prozent) sich vor allem um ihre verstärkten Online-Aktivitäten bezüglich Finanztransaktionen sorgt – insbesondere deswegen, weil sie seit der Corona-Pandemie diese auf ihren privaten Geräten durchführen.

Aus demselben Grund befürchten ebenfalls 67 Prozent der befragten Eltern, dass Dritte über diese im Einsatz befindlichen Geräte Zugang zu persönlichen Finanz- beziehungsweise Zahlungsdaten haben könnten.

Laut der Kaspersky-Erhebung ist in Haushalten mit mehreren Personen das Account-Sharing äußerst beliebt: So loggt sich fast die Hälfte (46 Prozent) der Befragten mit demselben Passwort in Streaming-Accounts wie Netflix oder Apple TV ein wie ihre Mitbewohner, Familie oder Freunde.

Sowohl Väter als auch Mütter glauben, die IT-Hosen anzuhaben

Vier Fünftel der Väter (82 Prozent) geben an, bei IT-Entscheidungen innerhalb des eigenen Haushalts die Entscheidungsgewalt zu haben. Dem widersprechen jedoch fast drei Fünftel der Mütter (61 Prozent), die diese Rolle, angesichts eines hohen persönlichen Vertrauens in die eigenen technologischen Fähigkeiten, klar bei sich verorten.

„Wer sind nun die IT-Entscheider der Familie? Unsere Studie zeigt, dass sowohl Männer als auch Frauen der Meinung sind, in ihrem Umfeld die digitalen Hosen anzuhaben. Und das ist doch ein wirklich positives Ergebnis! Es zeigt, dass sich die einst eher klar zwischen den Geschlechtern getrennten Zuständigkeiten und Kompetenzgebiete zunehmend auflösen und sich generell eine breitere Tech-Kenntnis sowie ein ausgeprägteres digitales und IT-Sicherheitsbewusstsein durchsetzen. Vor allem Letzteres ist uns ein spezielles Anliegen, denn nur so kann jeder von den neuen technologischen Möglichkeiten sicher profitieren“, so Anne Mickler, Leiterin der Unternehmenskommunikation DACH & Nordics bei Kaspersky.

Vertrauen in die Kinder bei der Online-Nutzung

Ein Drittel (33 Prozent) der befragten Eltern ist bezüglich der von ihren Kindern im Netz verbrachten Zeit durch die jüngsten Entwicklungen nachsichtiger geworden und mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Väter und Mütter vertrauen darauf, dass ihre Kinder selbstständig in der Lage sind, sich vor Online-Gefahren zu schützen. Dennoch machen sich 29 Prozent Sorgen um die digitale Sicherheit des eigenen Nachwuchses und 60 Prozent der Befragten gaben an, strikte Regeln für die Internetnutzung ihrer Kinder aufgestellt zu haben.


Die Ergebnisse der 253 in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz) befragten Eltern weichen im Übrigen etwas vom internationalen Durchschnitt ab. So gaben hier nur 36 Prozent an, strenge Online-Regeln aufgestellt zu haben und lediglich 37 Prozent sind der Meinung, dass sich ihre Kinder online sicher bewegen können. Gerade mal ein Viertel (26 Prozent) vertraut hier auf die Fähigkeiten des eigenen Nachwuchses.


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