Zusammenschluss der Hersteller von 3D-Druckern

Stratasys, Hersteller von 3D-Druckern, übernimmt für mehrere hundert Millionen Dollar den Mitbewerber MakerBot, der für seine kompakten und einfach zu bedienenden Geräte bekannt ist. Somit kommt Bewegung in diese zukunftsträchtige Branche. [...]

Das Einsteiger-Modell Replicator 2 gibt es ab 2.200 Dollar (1.641 Euro). Binnen neun Monaten verkaufte sich das Gerät 11.000 Mal. Der Zusammenschluss werde es MakerBot ermöglichen, „noch mehr Leute zu erreichen“, sagte Mitgründer und Firmenchef Bre Pettis am Mittwoch. Dem 3D-Druck wird eine große Zukunft vorhergesagt. Bisher kamen die Maschinen, die Gegenstände aus kleinen Plastik-Partikeln entstehen lassen, vor allem beim Modellieren in der Industrie zum Einsatz. Hier hat auch Stratasys seine Kunden. Doch viele Experten rechnen damit, dass der 3D-Druck sich in absehbarer Zeit auch im Privatbereich durchsetzen wird. Noch ist dieses Geschäft verhältnismäßig klein: MakerBot verkaufte bisher gut 22.000 seiner 3D-Drucker.
INDUSTRIE FINDET GEFALLEN
Das Interessante an MakerBot ist aber auch eine Online-Plattform, auf der Nutzer ihre digitalen 3D-Baupläne austauschen können. Außerdem griffen bereits einige Industrie-Schwergewichte wie Ford auf Geräte des Unternehmens zurück.
Wenn die Kartellbehörden grünes Licht geben, soll die Übernahme im dritten Quartal abgeschlossen sein. MakerBot werde als eigenständige Tochterfirma des amerikanisch-israelischen Konzerns weitergeführt, hieß es. Pettis bleibt an der Spitze. Er und seine Partner kassieren auch kein Bares von Stratasys, sondern bekommen Aktien des Unternehmens im heutigen Wert von 403 Mio. Dollar. Wenn sich die Übernahme als Erfolg herausstellen sollte, winkt ein Nachschlag über 201 Mio. Dollar in heutigen Aktienkursen.
ERSTE GERÜCHTE VOR ZWEI WOCHEN
Das sind stattliche Summen gemessen am bisherigen Geschäft von MakerBot: Im ersten Quartal machte das Unternehmen laut jetzt veröffentlichten Zahlen 11,5 Mio. Dollar Umsatz, nach 15,7 Mio. Dollar im gesamten vergangenen Jahr. Erste Übernahmegerüchte um MakerBot waren vor rund zwei Wochen aufgetaucht. Das New Yorker Start-up sei gerade dabei gewesen, über frisches Geld von Investoren zu einer Firmen-Bewertung von 300 Mio. Dollar zu verhandeln, schrieb das „Wall Street Journal„.
Damit geht auch die Konzentration in der jungen Branche voran: Stratasys war im vergangenen Jahr bereits mit der israelischen Firma Objet fusioniert. (apa)


Mehr Artikel

News

Fünf Mythen über Managed Services 

Managed Services sind ein Erfolgsmodell. Trotzdem existieren nach wie vor einige Vorbehalte gegenüber externen IT-Services. Der IT-Dienstleister CGI beschreibt die fünf hartnäckigsten Mythen und erklärt, warum diese längst überholt sind. […]

News

ESET: MDR-Lösungen für Managed Service Provider

ESET erweitert sein Angebot für seine Managed Service Provider (MSP) und Channel-Partner, um sie angesichts der zunehmend komplexen Bedrohungslandschaft gezielt zu unterstützen. Die neuesten Ergänzungen umfassen den Service „ESET MDR für MSPs“, eine erweiterte KI-gestützte Bedrohungsanalyse durch den ESET AI Advisor sowie flexible Preismodelle für MSP. […]

News

Geniale Handy-Tricks

Smartphones haben etliche Funktionen, die kaum jemand nutzt, aber Ihren digitalen Alltag bereichern können. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der besten Geheimtipps vor – sowohl für Android-Smartphones als auch für Apples iPhones. […]

Die Kombination aus interner Mobilität und Ressourcenbeschränkungen führt schnell zu einem Wildwuchs bei den vergebenen Privilegien. (c) Unsplash
Kommentar

6 Wege, wie Privilege Management die Sicherheitslage verbessert

Identitäten, Konten, Computer, Gruppen und andere Objekte benötigen gleichermaßen Zugang zu Ressourcen – limitiert auf die jeweilige Rolle und nur solange der Zugriff tatsächlich gebraucht wird. Dies ist ein grundlegender Bestandteil eines Zero Trust Least Privilege-Modelles und als solcher von AD-Administratoren, IT-Leitern, dem höheren Management und CISOs anerkannt. […]

David Blum, Defense & Security Lead bei Accenture, im Gespräch mit der ITWELT.at. (c) timeline / Rudi Handl
Interview

„Ein resilientes Unternehmen zeichnet sich durch größtmögliche Transparenz aus“

Transparenz, soweit im Sicherheitskontext möglich, ist für David Blum, Defense & Security Lead bei Accenture, ein wichtiger Bestandteil von Unternehmensresilienz. Das fördere die aus dem Verständnis folgende Unterstützung der Mitarbeitenden. Die unternehmerische Resilienz müsse nicht nur technisch, sondern auch kulturell verankert werden: „Denn Resilienz beginnt im Kopf jedes Einzelnen“, sagt Blum im Gespräch mit der ITWELT.at. […]

News

Klassifizierung von KI-Systemen gemäß EU AI Act

Unternehmen, die KI nutzen, sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen, um teure Bußgelder zu vermeiden. Der EU AI Act stellt den ersten umfassenden Rechtsrahmen zur Regulierung von KI dar und zielt darauf ab, die Grundrechte der Bürger innerhalb der Europäischen Union zu schützen. Da der EU AI Act KI-Systeme nach Risikostufen klassifiziert und damit spezifische rechtliche Verpflichtungen beinhaltet, ist es für Unternehmen unerlässlich, ihre Systeme korrekt zu kategorisieren. […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*