Kooperation zwischen Old und New Economy

Im Rahmen von 21st Austria soll ein intensiver Austausch zwischen etablierten Unternehmen und Startups stattfinden. [...]

Österreich agiere wirtschaftlich auf einem hohen Niveau, eine Tendenz nach unten sei aber nicht zu leugnen, erörterte voestalpine-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder in einem Gespräch mit Pioneers-Geschäftsführer Andreas Tschas. Umso wichtiger sei es, den Wirtschaftsstandort Österreich im Bereich der Innovationskraft, der Differenzierung durch Wettbewerbsfähigkeit und durch Qualität zu stärken. „Im Standortwettbewerb muss Österreich sowohl für erfolgreiche nationale Unternehmen als auch für internationale Konzerne und Investoren attraktiv bleiben“, so Eder.

Darum haben sich namhafte österreichische Unternehmen gemeinsam mit der Nationalbank und der Wiener Börse zur Initiative 21st Austria zusammengeschlossen. „Wir führen einen intensiven Dialog mit Meinungsbildnern vor allem im angloamerikanischen Raum, um Österreich als ein Land mit einer hohen Industrialisierung, einer dynamischen Forschungslandschaft und einem bevorzugten Zugang zu Ost- und Südosteuropa zu präsentieren“, so Eder. „Gleichzeitig erfahren wir von unseren Gesprächspartnern sehr schnell, wo wir Korrekturbedarf in Österreich haben.“

POSITIVE VERNETZUNG
Im Rahmen von 21st Austria findet auch ein intensiver Austausch zwischen etablierten Unternehmen und Startups statt; so sind mit whatchado und Pioneers auch zwei Startups als Mitglieder vertreten. „Wenn wir Meinungsbildnern in New York oder London berichten, dass in Österreich Old und New Economy eng zusammenarbeiten, löst das immer einen gewissen Aha-Effekt aus“, berichtete Eder. Andreas Tschas, CEO und Co-Gründer von Pioneers, ortet dabei im Gespräch mit der COMPUTERWELT die Möglichkeit diverser positiver Synergien zwischen Old und New Economy: „Gerade die großen Konzerne mit ihren starren Strukturen sind auf Innovationskraft angewiesen, die in den wendigeren und schlankeren Startups noch unverbraucht ist. Co-Creation kann hier ein attraktiver Weg sein. Junge Unternehmen wiederum kommen häufig ohne Mentoring und Erfahrungsaustausch nur schwer in der wirtschaftlichen Realität an. Zumal sie zur Entwicklung ihrer Ideen oft auf Ressourcen von außen angewiesen sind, die durchaus auch von alteingesessenen Partnerkonzernen kommen können.“

Tschas sieht in Österreich und Europa generell auch noch Aufholbedarf, was die Unterstützung von Startups betrifft. „Das Startup-Thema muss mehr politische Relevanz bekommen und damit meine ich nicht die Diskussion um eine GmbH light, sondern eine langfristige Vision für einen attraktiven Standort“, erklärte Tschas. Speziell innovative Köpfe aus Ost- und Südosteuropa würden in Wien eine mögliche Heimat für ihre Unternehmen sehen. „Viele unserer 2.500 Teilnehmer beim Pioneers Festival in der Hofburg kommen aus Osteuropa – wir sollten sie länger als drei Tage in Wien halten“, meinte Tschas.

Übereinstimmend forderten letztlich sowohl Tschas als auch Eder eine größere Offenheit für neue Technologien, aber auch den Abbau von Hürden für neue Unternehmen und bessere Möglichkeiten, Risikokapital bereitzustellen.  (pi/mi)


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