ÖNB bewältigt Datenflut mit FlexPod

Die Österreichische Nationalbibliothek bewahrt das kulturelle Erbe Österreichs mit der FlexPod-Architektur von Netapp und Cisco. Umgesetzt hat das umfassende Projekt der IT-Dienstleister Bacher Systems. [...]

Die Österreichische Nationalbibliothek ist die zentrale wissenschaftliche Bibliothek der Republik. In ihren acht Sondersammlungen sowie in der Bibliothek am Heldenplatz verwahrt sie das kulturelle Gedächtnis Österreichs. Für ­Benutzer stehen insgesamt 19 Lesesäle zur Verfügung, in denen auf über zehn Millionen Objekte zugegriffen werden kann. Die ehemalige Hofbibliothek sammelt diese Objekte seit dem 14. Jahrhundert und die Österreichische Nationalbibliothek erhält von allen in Österreich erschienenen Publikationen als einzige Bibliothek des Landes ein Belegexemplar.

Um für Wissenschaft und Öffentlichkeit den Zugang zu diesen über zehn Millionen Objekten zu erleichtern, werden immer mehr Werke auch digitalisiert und über den „Digitalen Lesesaal“ auf der Homepage zur Verfügung gestellt. Per Ende 2012 waren bereits über 8,5 Millionen Seiten an historischen Zeitungen und Zeitschriften online, über 450.000 Fotos und Grafiken und knapp 85.000 Plakate. Die Österreichische Nationalbibliothek arbeitet mit großen Datenmengen. Sie muss für deren langfristige und sichere Aufbewahrung sorgen, um ­ihrer gesetzlichen Verpflichtung zum Sammeln, Bewahren und Vermitteln nachzukommen. Im Auftrag der Generaldirektion startete daher der Zentrale Informatikdienst der ÖNB unter der Leitung von Walter Zabel, CIO, und Heinz Reim, Leiter Infrastruktur, das Projekt Serverkonsolidierung. Im Fokus standen Virtualisierung und zukunftsorientierte Technologien mit dem Ziel eines integrierten Datacenters mit kurzen Leitungswegen von Server zu Storage.

DIE LÖSUNG
Kernstück der neuen virtualisierten Infrastruktur sind NetApp FAS3240 Systeme konfiguriert als NetApp MetroCluster mit zirka 100 Terabyte Kapazität. Angebunden sind 400 Clients, 120 Thin Clients für die Leser in der Bibliothek, das eigene Bibliotheks­system, die eigene Digitalisierungslösung inklusive Archivierungskomponente, die Bilddatenbank und die Präsentationslösung für digitale Zeitungen. Die Entscheidung fiel auf FlexPod, weil die ÖNB bereits lange und positive Erfahrung mit den drei Anbietern Netapp, Cisco und Vmware hat, und deren Lösungen untereinander zertifiziert sind. Die Forderung der ÖNB nach einem Single Point of Content erfüllte der bewährte Partner Bacher Systems. Die Virtualisierungslösung muss unterbrechungsfrei laufen und ist auf zwei Standorte verteilt, die 300 Meter voneinander entfernt liegen und mit zehn Gigabit an das Netzwerk angebunden sind.

Die Daten werden synchron zwischen beiden Systemen gespiegelt. Einfach ist für das IT-Team der ÖNB die Nutzung der Software-Funktionen von Netapp. Die Auslastung und Performance der virtuellen Umgebung wird vom Netapp-Betriebssystem Data ONTAP gemanagt. Über die benutzerfreundliche Oberfläche können jederzeit virtuelle Storage Volumes erstellt und geändert werden, um die Storage-Auslastung zu optimieren. Denn der Fokus liegt mit der neuen Lösung auf den Daten und nicht auf der Hardware. SyncMirror von Netapp sorgt für die synchrone Datenreplizierung und schützt damit vor Hardware-Ausfällen. Netapps SnapRestore nutzt Backups, die automatisch mittels der Snapshot-Technologie erstellt werden und sorgt für die sekundenschnelle Wiederherstellung einzelner Dateien, aber auch umfassender Datenvolumes mit mehreren Terabyte. Das Risiko von Bedienungsfehlern wird erheblich reduziert.

Die Vorteile der FlexPod-Architektur kommen bei der ÖNB voll zum Tragen. Sie profitiert von einer einheitlichen und validierten Datacenter-Architektur aus Technologien führender Hersteller wie vSphere und vCenter von Vmware, UCS Server und Nexus Switches von Cisco sowie FAS Storage  von Netapp und Datenmanagement. CIO Walter Zabel betont: „FlexPod war ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der IT-Strategie. Die standardisierte und zertifizierte Systemkonfiguration, Skalierbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit möchte ich ganz besonders hervorheben. Dazu kommt noch die sehr gute Zusammenarbeit mit Netapp und Bacher Systems als zentralem Ansprechpartner für den gesamten Support.“ Die Gesamtkosten für Infrastruktur haben sich mit der Lösung deutlich und messbar reduziert. Heinz Reim rechnet vor: „Bereits bei den Investitionskosten im Vergleich ‚traditionell versus virtualisiert‘ war die FlexPod-Lösung um zirka 90.000 Euro deutlich günstiger und auch im OPEX-Vergleich waren die Ersparnisse enorm.“ (cb)


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