Sicherheit beim autonomen Fahren

Automobilzulieferer müssen zunehmend über die gesamte Produktions- und Lebensdauer eines Produkts hinweg für einen integrierten Informationsfluss in Echtzeit sorgen. Effizient vernetzte ERP-Lösungen helfen dabei. [...]

Auf der CeBIT, die dieses Jahr vom 20. bis 24. März traditionell in Hannover stattfindet, spielen neben bekannten IT-Technologien und -Lösungen natürlich jene Technologien eine Rolle, die erst in den letzten Jahren ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gedrungen sind, wie das Internet der Dinge oder selbstfahrende Autos. Im letztgenannten Fall zeigt das Karlsruher Unternehmen Asseco Solutions, dass effizient vernetzte ERP-Lösungen zur systemübergreifenden Schaltzentrale werden können.
Nicht zuletzt mit Zukunftstrends wie dem autonomen Fahren sorgt die Digitalisierung derzeit für einen tiefgreifenden Umbruch in der Automotive-Branche. War gerade diese ohnehin seit jeher aus Haftungsgründen von strengen Regularien und Auflagen geprägt, sorgen fahrerlose Automobile für eine drastische Verschärfung des Automatisierungs- und Dokumentationsdrucks: Was, wenn ein fehlerhaftes Bauteil verhindert, dass ein autonomes Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen kommt?  Denn während der Ausfall eines kritischen Bauteils etwa in der erwähnten Bremstechnik bereits in einem herkömmlichen Fahrzeug drastische – vielleicht sogar tödliche – Konsequenzen nach sich ziehen kann, wird ein Passagier in einem autonomen Fahrzeug, der ja nicht mehr selber fährt, in einer solchen Situation wohl zu spät das Steuer übernehmen. Damit scheint klar: Die Unfälle werden zunehmen, die Haftungsklagen auch. Dem gilt es entgegenzuarbeiten.
Lückenlose Informationskette für Sicherheits- und Haftungsfragen
Um entgegen dem oben Gesagtem ein Höchstmaß an Fahrgastsicherheit zu erreichen, müssen autonome Fahrzeuge in der Lage sein, mitunter unmittelbar im laufenden Betrieb in Echtzeit zu reagieren, sollte sich ein potenzieller Ausfall eines Bauteils abzeichnen. Möglich wird dies nur dann, wenn alle beteiligten Hard- und Softwarekomponenten lückenlos miteinander integriert sind und im Bedarfsfall automatisiert miteinander kommunizieren können: Von der fahrzeuginternen IT über die Systeme des Herstellers bis hin zu den Komponenten der Zulieferer. Es gilt, eine vollständige Informationskette über den gesamten Planungs- und Fertigungsprozess eines Fahrzeugs hinweg sicherzustellen.
Auf diese Weise wird es möglich, die anfallenden Daten während der Fahrt zu analysieren und mit den dokumentierten Informationen der übrigen Datenquellen abzugleichen. Zeichnet sich dabei ein möglicher Ausfall eines Bauteils ab, ist das System in der Lage, unmittelbar zu reagieren. Auch für alle weiteren Fahrzeuge desselben Modells oder Baureihe kann ein vollständiger Informationsfluss entscheidend sein: Im zweiten Schritt ermöglicht er eine rasche Untersuchung und Rückverfolgung eines defekten Bauteils, von der Ebene des Lieferanten über einzelne Chargen bis hin zu verwendeten Materialien. Sollte sich herausstellen, dass der Defekt auch in weiteren Fahrzeugserien auftreten kann, lassen sich wiederum Maßnahmen ergreifen, um weiteren Unfällen vorzubeugen.
Schaltzentrale ERP
Um eine solche nahtlose Informationskette sicherzustellen, muss die ERP-Lösung zur systemübergreifenden Informationszentrale über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs werden. Sie muss in der Lage sein, alle relevanten Systeme so effizient wie möglich anzubinden, die anfallenden Informationsströme optimal zu koordinieren und damit die Grundlage für benötigte Echtzeit-Analysen zu schaffen.
Um alle Arten von Produktionsmaschinen im Automotive-Umfeld – unabhängig von ihren spezifischen Voraussetzungen – jeweils optimal in die zentrale Informationskette integrieren zu können, bietet hier die auf der CeBIT gezeigte Asseco-Lösung APplus ihren Anwendern ein hohes Maß an Flexibilität: So lässt sich die Maschinenanbindung einmal per MES bewerkstelligen, welches seit Version 6.2 standardmäßig in APplus integriert ist. Im Rahmen der aktuellen Version 6.3 bietet APplus darüber hinaus die Möglichkeit, Drittsysteme mithilfe des innovativen Business Integration Framework (BIF) unmittelbar und ohne Programmieraufwand an das ERP-System anzubinden.
Je nach Voraussetzung sind Maschinen damit in der Lage, ohne zwischengeschaltetes MES mit dem ERP-System zu kommunizieren. Da der Datenaustausch in diesem Fall ohne Zwischeninstanz erfolgt, lassen sich so auch große Mengen an Maschinendaten deutlich schneller und nahezu in Echtzeit übertragen, verarbeiten und analysieren. Die direkte Maschinenanbindung per Business Integration Framework illustriert ERP-Spezialist Asseco Solutions live auf der CeBIT (Stand B26, Halle 5) am Beispiel eines 3D-Metall-Druckers seines Kunden OR Laser.

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