Von KI gesteuerten Arbeitsprozessen bis zu unternehmerischen Schlüsselentscheidungen auf Basis künstlicher neuronaler Netze – die Digitalisierung der Industrie schreitet rasch voran. Warum Arbeitsplätze trotzdem nicht verschwinden und der digitale Arbeitsplatz gerade jetzt an Bedeutung gewinnt? Wolfgang Mayer, Country Manager von Citrix Austria, klärt auf. [...]
Ob fortschreitende Robotik, virtuelle Assistenten, Deep Learning oder Big Data: die Digitalisierung hat die Industrie fest im Griff. Immer häufiger werden gesamte Arbeitsprozesse von künstlicher Intelligenz gesteuert und automatisiert umgesetzt. Was einerseits unternehmerische Vorteile bringt, wirft auf der anderer Seite Fragen auf. Die Unsicherheit bei den Arbeitnehmern steigt, Verlustängste bezüglich des Arbeitsplatzes werden häufiger. Ob diese berechtigt sind? Mit der richtigen Einstellung sowie einem Arbeitsumfeld, das eine bestmögliche Weiterbildung für Mitarbeiter ermöglicht, lautet die Antwort: Nein.
Arbeitsmarkt unterliegt Veränderungen
Laut einer aktuellen Studie der OECD zur Zukunft der Arbeit* führt die zunehmende Automatisierung bei rund einem Drittel (32 %) der bestehenden Arbeitsplätze zumindest zu einer radikalen Veränderung. Und für 14 % der Jobs besteht das Risiko der „vollständigen Automatisierung“. Von Mangel an Berufsstellen kann jedoch trotzdem nicht die Rede sein. Sieht man sich die Zahlen genauer an, so wird eine Verschiebung der Arbeitsstellen deutlich. Während die Zahl der Arbeitnehmer in der Produktion von 1995 bis 2015 um 20 Prozent sank, stieg diese im Dienstleistungssektor um 27 Prozent. Arbeitsplätze verschwinden also nicht – es ändern sich jedoch Branchen und Anforderungen.
Der Arbeitsmarkt ist also im Wandel. Und ebenso ändert sich die Arbeitsweise der Arbeitnehmer. Sie wollen nicht mehr länger an fixe Orte und Zeiten – Stichwort „nine to five“ im klassischen Büro – gebunden sein. Der Ruf nach mehr Flexibilität und entsprechender Arbeitsumgebung hallt schon lange durch die diversen Firmenräumlichkeiten. Alles Anforderungen, die ein digitaler Arbeitsplatz, ein „Digital Workspace“, ohne Zweifel erfüllt.
Dieser ermöglicht nicht nur ortsunabhängig einen sicheren und verlässlichen Zugang zu allen notwendigen Informationen und Anwendungen. Gleichzeitig erleichtern Collaboration Tools interaktive Trainings und Fortbildungen, stellen eine Umgebung für flexibles Online Learning dar, die den Mitarbeitern jederzeit und überall zur Verfügung steht. Und Weiterbildung ist – gedanklich zurückgesprungen an den Anfang des Artikels – einer der Erfolgsfaktoren für Arbeitnehmer im Zeitalter der Digitalisierung.
Digitaler Arbeitsplatz liefert Werkzeuge zur Weiterbildung
Der Wandel des Arbeitsmarktes muss von Arbeitnehmern und Arbeitgebern als Chance gesehen werden. Denn: ohne menschliche Qualitäten wird auch in Zukunft kein Unternehmen erfolgreich sein. Auch wenn sich die Rolle der Mitarbeiter durch die Digitalisierung verändert, an Bedeutung werden sie nicht verlieren. Vielmehr werden sie auch zukünftig das zentrale Bindeglied zwischen Unternehmen, Produkten, Dienstleistungen und Kunden darstellen. Und daher sind Arbeitgeber gut beraten, ihre Mitarbeiter bei der Fortbildung bestmöglich zu unterstützen. Der Digitale Arbeitsplatz – als Basis – liefert die passenden Werkzeuge gleich mit. Es wird Zeit, dass dieser zum Einsatz kommt.
* OECD Employment Outlook 2019: The Future of Work

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