Intelligent gelöst: Das Data Center direkt an der Stromquelle

Das Rechenzentrum liefert die Rechenpower für KI - das Windrad liefert den grünen Strom dafür. Warum ist das sinnvoll? So kann oft Strom genutzt werden, den die Netzte nicht aufnehmen könnten. [...]

(c) Rittal

Ein Rechenzentrum muss nicht immer im Keller oder Hinterzimmer von Unternehmen untergebracht sein. Es gibt so viele andere Standorte – wenn wir einmal out of the box denken. Ein Beispiel hierfür ist das Rechenzentrum eines deutschen Automobilherstellers mit IT-Infrastruktur von Rittal, welches direkt in einem Windrad der WestfalenWIND IT untergebracht ist.

Bringen Sie das Rechenzentrum zum Strom statt andersherum

Generative Künstliche Intelligenz (GenAI) verspricht Anwendungen, die vor kurzem noch kaum vorstellbar waren. Woher soll die gigantische Rechenleistung dafür kommen? Und wie verkraften die Stromnetze den großen Energiebedarf der Rechenzentren? Bei WestfalenWind IT und Rittal ist eine neue Möglichkeit schon Realität: windCORES, klimaneutrale Rechenzentren direkt im Fuß von Windenergieanlagen. Die Rechenzentren nutzen grünen Strom direkt am Ort der Erzeugung – oft aus Überkapazitäten, die sonst ungenutzt verpuffen würden. Ein deutscher Automobilhersteller setzt auf das Konzept und verlagert hohe Rechenleistungen in die Windenergieanlage.

Klimaneutrale windCORES Rechenzentren laufen in vielen Situationen mit Strom, der sonst ungenutzt bliebe, weil die Netze ihn nicht aufnehmen können.

Die Perspektiven durch GenAI scheinen gigantisch. McKinsey prognostizierte im Juni 2023, dass die Produktivitätssteigerung durch GenAI der Weltwirtschaft einen Mehrwert von 2,6 bis 4,4 Billionen US-Dollar im Jahr bringen könnte. Die Analysten von Omdia gehen davon aus, dass sich der Energiebedarf durch GenAI in den nächsten fünf Jahren verzehnfachen wird. „Für WestfalenWIND ist schon lange klar, dass wir alle Möglichkeiten nutzen müssen, um Rechenleistung klimafreundlich anzubieten“, sagt Dr. Fiete Dubberke, Geschäftsführer WestfalenWIND IT. „WindCORES ist ein gutes Beispiel, wie sich die Digitale Transformation und die Energiewende technologisch und wirtschaftlich beflügeln können, wenn man sie als ganzheitliche Transformation begreift“, ergänzt Michael Nicolai, Leiter Rittal IT Vertrieb in Deutschland: „Daher hat uns die Idee von WestfalenWIND sofort begeistert und wir haben die technische Herausforderung für die gesamte Rechenzentrums-Infrastruktur an dem ungewöhnlichen Ort angenommen.“

Vom Pilotprojekt zum realen Industrie-Standard

Das Pilotprojekt gewann 2019 bereits den Deutschen Rechenzentrumspreis. Jetzt wurde daraus ein skalierbares Industrieprojekt. Ein großer Automobilhersteller verlegt umfassende Anwendungen in ein WindCORES-Rechenzentrum mit 50 Racks.

Dort werden künftig High-Performance-Computing für KI und GenAI sowie Simulationen für autonomes Fahren klimaneutral ausgeführt. Die Umsetzung erfolgt im Colocation-Modell mit einem IT-Dienstleister. Rittal liefert für WestfalenWind IT die Komplette Infrastruktur, darunter drei Sicherheitsräume, IT-Racks, Klimatisierung, unabhängige Stromversorgung (USV) und Monitoring. 

Windstrom besser nutzen

„Das Rechenzentrum bezieht zu über 90 Prozent Windstrom und nutzt Synergien, um umfassend Ressourcen zu sparen. Durch den Einbau und die Integration in Windenergieanlagen werden bestehende Infrastrukturen und das Gebäude wie der sichere Stahlbeton-Turm und vorhandene Infrastruktur für Strom und Netzanschluss genutzt“, erläutert Dubberke. Durch die Direktversorgung mit Windstrom liegen bei windCORES die Stromkosten deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Das Rechenzentrum läuft in vielen Situationen mit Strom, der sonst ungenutzt bliebe, weil die Netze ihn nicht aufnehmen können.

„Rittal setzt auf hochgradig standardisierte Infrastruktur. Mit der realen Umsetzung für die Automobilindustrie liegt ein klimaneutrales Rechenzentrum als Industrie-Standard vor, das sich schnell für weitere Anwendung in anderen Windenergieanlagen skalieren lässt. So können wir Tempo in den Ausbau klimaneutraler IT-Infrastruktur bringen“, sagt Nicolai.

Das Rechenzentrum entsteht dort, wo Sie es brauchen

Sie möchten ebenfalls Ihre IT-Infrastruktur an ungewöhnlichen Orten installieren? Sie denken an eine Outdoor-Lösung? Ein Rechenzentrum in öffentlich zugänglichem Raum? In Ihren Büroräumlichkeiten? In Ihrer Produktionshalle? An jedem Ort herrschen andere Bedingungen und es müssen alle Aspekte der Sicherheit, der Kühlung oder des Lärmpegels beachtet werden.

Kontaktieren Sie uns – gemeinsam finden wir die beste Lösung.

Rittal GmbH
eMail: it-infra@rittal.at
phone: +43 599 40 0

Oder schauen Sie sich online um:
Unsere Lösungen für Ihre IT-Infrastruktur: Ecosystem IT
Das Rechenzentrum im Container


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